Projektbeispiele: Einsatz von Batteriespeichern bei Industrie & Gewerbe

Metallverarbeitung mit Lastspitzenproblem

Ein industrieller Metallverarbeiter mit einem Jahresverbrauch von über 18 GWh kämpfte mit extrem hohen Netzentgelten. Grund war ein ungleichmäßiges Lastprofil mit wiederkehrenden Lastspitzen über 8 MW, ausgelöst durch den zeitgleichen Betrieb energieintensiver Anlagen wie Schweißroboter, Fräsmaschinen und einer großen Pulverbeschichtungslinie. 
Installiert wurde ein 3 MWh Batteriespeicher mit einem intelligenten Lastspitzenmanagement. Der Speicher puffert kurzfristige Lastsprünge ab und sorgt für ein gleichmäßigeres Lastprofil. Dadurch konnte die maximale Viertelstundenleistung deutlich reduziert werden. Die Regelung wurde dynamisch an die Produktionszeiten angepasst, ohne in den laufenden Betrieb einzugreifen.
Die Netzbezugsleistung sank in der Spitze von 8 MW auf rund 6,5 MW. Allein durch die Entgelteinsparung werden jährlich über 350.000 € eingespart. Die Amortisation des Systems liegt voraussichtlich bei unter 3 Jahren.

Projekt Informationen

Branche Kunde:

Metallverarbeitung

Projektumfang:

3 MWh 2h-Speicher

Jährlicher Stromverbrauch:

ca. 18 GWh/Jahr

Stromkosten vor Projekt:

ca. 3.000.000  €

Spitzenlast vor Projekt:

8 MW

Stromkosten nach Projekt:

ca 2.300.000 €

Spitzenlast nach Projekt:

6,5 MW

Amortisationszeit:

<3 Jahre

Besonderheiten:

Intelligente Lastspitzenkappung & 2.500-h-Regel

Projekt Informationen

Branche Kunde:

Lebensmittelhandel

Projektumfang:

200 kWp PV, 400 kWh 4h-Speicher

Jährlicher Stromverbrauch:

ca. 520.000 kWh/Jahr

Stromkosten vor Projekt:

ca. 162.000 €

Spitzenlast vor Projekt:

145 kW

Stromkosten nach Projekt:

ca. 88.000 €

Spitzenlast nach Projekt:

85  kW

Amortisationszeit:

<4 Jahre

Besonderheiten:

Konstante Grundlast ermöglicht atypische Netznutzung

Lebensmittelhandel mit Kühlhäusern

Ein mittelständischer Lebensmittelhändler mit mehreren Kühlhäusern kämpfte mit dauerhaft hohen Stromkosten, besonders im Sommer durch Dauerkühlung und Klimatisierung. Die konstant hohe Grundlast stellt einen idealen Anwendungsfall für atypische Netznutzung (§19 StromNEV) dar
Installiert wurden 200 kWp PV-Anlage auf Dachflächen sowie ein 400 kWh BatteriespeicherAuf Basis der nun reduzierten Last innerhalb des relevanten Zeitfensters konnte der Betrieb in die atypische Netznutzung wechseln, mit drastisch reduzierten Netzentgelten für die Folgejahre.
Rund 40 % des Stromverbrauchs konnten aus der eigenen Anlage gedeckt werden. Das Unternehmen spart nun jährlich über 50.000 € an Energiekosten und das Projekt amortisiert sich in unter 4 Jahren.

Kunststoffverarbeitung mit bestehender PV

Ein Hersteller von Kunststoffspritzteilen hatte bereits eine PV-Anlage auf dem Hallendach, die aber nur ca. 25 % des Strombedarfs deckte und das überwiegend außerhalb der produktionsstarken Zeiten. 
Der größte Teil des Eigenverbrauchspotenzials blieb ungenutzt, da die Produktionslinien meist frühmorgens und spätnachmittags liefen, wenn die PV-Leistung bereits wieder abfiel.
Es wurde ein 600 kWh Batteriespeicher integriert, der den tagsüber erzeugten PV-Strom speichert und exakt zu den produktionsstarken Phasen bereitstellt. Zusätzlich wurde die bestehende PV-Anlage um 120 kWp erweitert, um den Speicher optimal zu füllen.
Der Eigenverbrauchsanteil stieg auf über 50 %, der Strombezug aus dem Netz sank erheblich. Zusätzlich konnte die monatliche Spitzenlast um fast 50 % reduziert werden, was sich direkt in geringeren Netzentgelten widerspiegelt. Die Amortisationszeit liegt unter 5 Jahren.

Projekt Informationen

Branche Kunde:

Kunststoffverarbeitung

Projektumfang:

120 kWp PV-Erweiterung, 600 kWh 2h-Speicher

Jährlicher Stromverbrauch:

ca. 420.000 kWh/Jahr

Stromkosten vor Projekt:

ca. 135.000 €

Spitzenlast vor Projekt:

424 kW

Stromkosten nach Projekt:

ca. 78.000 €

Spitzenlast nach Projekt:

265 kW

Amortisationszeit:

<5 Jahre

Besonderheiten:

Bestehende PV wirtschaftlich integriert und erweitert

Projekt Informationen

Branche Kunde:

Hotel- und Gastgewerbe

Projektumfang:

200 kWh 2h-Speicher, Wärmepumpenanbindung

Jährlicher Stromverbrauch:

ca. 350.000 kWh/Jahr

Stromkosten vor Projekt:

ca. 97.000 €

Spitzenlast vor Projekt:

125 kW

Stromkosten nach Projekt:

ca. 61.000 €

Spitzenlast nach Projekt:

75 kW

Amortisationszeit:

<4 Jahre

Besonderheiten:

CO₂-Bilanz stark verbessert

Hotel & Wellnessbetrieb mit saisonalen Spitzen

Ein familiengeführtes Wellnesshotel hatte stark saisonal schwankende Lastprofile: In Spitzenzeiten waren Küche, Wäscherei, Wellnessbereich und Lüftung parallel in Betrieb, mit Spitzen bis 425 kW. Gleichzeitig war die Auslastung in den Abendstunden oft hoch, während nachts und mittags nur Grundlast bestand.
Durch eine 500 kWh Speicher konnten die Lastspitzen ausbalanciert und die bestehende PV Anlage intelligent erweitert werden. Der Speicher wird tagsüber gefüllt und gibt Energie in den Abend- und Morgenstunden ab, besonders wichtig für Küche, Spa und Gästezimmer.
Der Betrieb kann heute über 35 % seines Strombedarfs selbst decken. Die Spitzenlast sank auf unter 200 kW, wodurch nicht nur Netzentgelte reduziert wurden, sondern auch mehr Budget für Gästeservice frei wurde. Das Projekt trägt außerdem wesentlich zum grünen Markenbild des Hotels bei.