Batteriespeicher für Brauereien

Brauereien benötigen eine zuverlässige Energieversorgung, während viele Prozesse nur begrenzt flexibel sind. Leistungsspitzen, schwankende Strompreise und ungenutzte PV-Überschüsse können dabei die Energiekosten erhöhen. Batteriespeicher sorgen für Flexibilität in Ihrer Brauerei.

Energieoptimierung in Brauereien

Energiekosten in Brauereien und wie Batteriespeicher sie senken

Prozesse wie Kälteversorgung, Abfüllung, oder Reinigung können in Brauereien einen hohen und teilweise schwankenden elektrischen Leistungsbedarf verursachen. Ein Batteriespeicher begrenzt geeignete Lastspitzen und kann den Strombezug zeitlich optimieren, ohne Prozesse zu beeinträchtigen.

Produktionsbereich einer Brauerei

Laufen Kälteanlagen und Abfüllung parallel, entstehen teure Lastspitzen

In Brauereien überlagern sich die Lasten von Kältemaschinen, Abfüll- und Verpackungslinien, Pumpen, Fördertechnik, Druckluft und Reinigungsanlagen. Solche Gleichzeitigkeit kann die Leistungskosten des Standorts deutlich erhöhen.

Ein Batteriespeicher begrenzt Lastspitzen im laufenden Brauereibetrieb

Bei kurzfristig hohem Leistungsbedarf stellt der Speicher zusätzliche Energie bereit. Der Netzbezug bleibt unter dem festgelegten Grenzwert, während Kälteversorgung, Abfüllung, Pumpen und betriebliche Nebenaggregate weiterlaufen.

Feste Brauprozesse erschweren die Nutzung günstiger Strompreisphasen

Sudhaus, Gär- und Lagerkeller sowie die Abfüllung folgen festgelegten betrieblichen Abläufen. Dadurch entsteht ein Energiebedarf, der sich häufig nicht kurzfristig an günstigere Strompreisphasen anpassen lässt. Gleichzeitig müssen Kälteanlagen und weitere technische Versorgungssysteme zuverlässig betrieben werden.

Ein Batteriespeicher macht günstige Bezugszeiten unabhängig vom Brauprozess nutzbar

Bei einem geeigneten Stromtarif lädt der Batteriespeicher in wirtschaftlich günstigeren Bezugszeiten und stellt die Energie später für elektrische Verbraucher bereit. Sudfolge, Temperaturführung und Abfüllplanung bleiben davon unberührt.

Ausblick Energieflexibilität wird für Brauereien zum Wettbewerbsfaktor

Brauereien werden stärker auf ein dynamisches Stromsystem reagieren müssen

Der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie wird das Stromangebot und die Strompreise im Tagesverlauf stärker verändern. Batteriespeicher schaffen hier zusätzliche Flexibilität zwischen Energieeinkauf und Betrieb. Sie können Lastspitzen begrenzen, Energie in günstigeren Marktphasen aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt bereitstellen. So lassen sich energiewirtschaftliche Potenziale nutzen, ohne etablierte Produktionsabläufe, Produktqualität oder Lieferfähigkeit zu beeinträchtigen.

Nur bei vorhandener PV-Anlage und nutzbarem Überschuss

PV-Strom fällt nicht immer zum Bedarf der Brauerei an

Solarstrom von Produktions-, Lager- oder Logistikdächern steht nicht automatisch dann zur Verfügung, wenn Kälteanlagen, Abfüllung und weitere elektrische Verbraucher die meiste Energie benötigen. Entstehen zeitweise PV-Überschüsse, werden diese eingespeist, während später erneut Strom aus dem Netz bezogen wird.

Ein Batteriespeicher macht Solarstrom länger für die Brauerei nutzbar

Der Speicher nimmt überschüssigen Solarstrom von Produktions-, Lager- und Logistikdächern auf. Die Energie steht später für Kälteanlagen und weitere elektrische Verbraucher bereit. Dadurch sinkt der spätere Netzstrombezug.

Unser Ansatz

Erst verstehen, dann dimensionieren

01 Analyse

Lastprofil analysieren

Wir identifizieren Lastspitzen, zeitliche Verbrauchsmuster und wirtschaftlich nutzbare Flexibilität. Dadurch wird sichtbar, welche Hebel am Standort wirklich relevant sind.

02 Dimensionierung

Speicher wirtschaftlich auslegen

Leistung und Kapazität werden auf die tatsächlichen Potenziale abgestimmt. Entscheidend ist nicht der größtmögliche, sondern der wirtschaftlich passende Speicher.

03 Optimierung

Hebel intelligent kombinieren

Das Energiemanagement koordiniert die Anwendungen automatisch und priorisiert fortlaufend den jeweils wirtschaftlichsten Einsatz des Batteriespeichers.

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Modellrechnung

Wirtschaftlichkeits-Check für eine regionale Brauerei

Die Modellrechnung zeigt, wie Lastspitzenkappung, PV-Eigenverbrauch, Strompreisoptimierung und zusätzliche Markterlöse in einem kombinierten Speicherkonzept zusammenwirken können.

Annahmen der Modellrechnung

Standortdaten und Anlagendimensionierung

Jahresausstoß 300.000 hl
Strombedarf pro Jahr 3,0 GWh
Elektrische Höchstlast 750 kW
Jährliche Stromkosten vor Umsetzung ca. 600.000 €
Batteriespeicher 625 kW / 2,6 MWh
Photovoltaikanlage 500 kWp
Angenommene Investitionskosten ca. 620.000 €

Vier wirtschaftliche Hebel

Der Batteriespeicher wird modellhaft für die Kappung von Lastspitzen, die Erhöhung des PV-Eigenverbrauchs, die zeitliche Optimierung des Strombezugs und mögliche zusätzliche Markterlöse eingesetzt.

Ergebnis der Modellrechnung

Jährlicher wirtschaftlicher Effekt

Lastspitzenkappung 90.000 € (43 %)
PV-Eigenverbrauch 20.000 € (10 %)
Strompreisoptimierung 70.000 € (33 %)
Zusätzliche Markterlöse 30.000 € (14 %)
Bruttoeffekt pro Jahr 210.000 €
Angenommene jährliche Betriebskosten − 10.000 €
Nettoeffekt pro Jahr ca. 200.000 €
Investitionskosten geteilt durch jährlichen Nettoeffekt ca. 3 Jahre einfache rechnerische Amortisationszeit
FAQ

Häufige Fragen zu Batteriespeichern für Brauereien

Antworten auf wichtige Fragen zur Wirtschaftlichkeit, technischen Einbindung und Nutzung industrieller Batteriespeicher im Brauereibetrieb.

Ein Batteriespeicher ist besonders für Brauereien mit ausgeprägten Lastspitzen, einem hohen Strombedarf, zeitabhängigen Strompreisen oder nutzbaren PV-Überschüssen interessant. Als grobe Orientierung gilt: Ab einem jährlichen Stromverbrauch von etwa 1 GWh oder Stromkosten von rund 200.000 Euro lohnt sich in der Regel eine genauere Betrachtung. Der Lastgang zeigt, welche Anwendungen am jeweiligen Standort den größten wirtschaftlichen Beitrag liefern.

Nähert sich der Netzbezug einem festgelegten Grenzwert, stellt der Batteriespeicher zusätzliche Leistung bereit. Dadurch wird weniger Leistung aus dem Netz bezogen, während Kälteversorgung, Abfüllung und weitere elektrische Verbraucher weiterlaufen. Bei leistungsgemessenen Standorten kann die Begrenzung der höchsten Viertelstundenleistung den leistungsabhängigen Teil der Netzentgelte senken.

Nein. Im regulären Betrieb steuert der Batteriespeicher den Energiefluss am Netzanschlusspunkt. Die Prozesse der Brauerei werden dadurch nicht verändert. Das Energiemanagement stellt sicher, dass der betriebliche Strombedarf und die Anforderungen der Produktion jederzeit Vorrang haben.

Ja. Auch ohne Photovoltaikanlage kann ein Batteriespeicher die Lastspitzen einer Brauerei begrenzen und bei einem geeigneten Stromvertrag günstigere Bezugszeiten nutzbar machen. Freie Speicherkapazität kann zusätzlich für weitere energiewirtschaftliche Anwendungen eingesetzt werden. Die Analyse des Lastgangs zeigt, welche Kombination den größten wirtschaftlichen Nutzen bietet.

Ja. Ein Batteriespeicher kann Lastspitzenkappung, PV-Eigenverbrauch, Strompreisoptimierung und mögliche Markterlöse in einer gemeinsamen Betriebsstrategie verbinden. Das Energiemanagement entscheidet anhand von Lastprofil, Strompreisen, PV-Prognose und Ladezustand, welche Anwendung priorisiert wird. Der Strombedarf der Brauerei hat dabei stets Vorrang.

Die Amortisationszeit ergibt sich aus den Investitionskosten und dem jährlichen wirtschaftlichen Nutzen. Dabei wirken Lastspitzenkappung, Strompreisoptimierung, PV-Eigenverbrauch und mögliche Markterlöse zusammen. Voltvera berechnet die Wirtschaftlichkeit anhand des Lastprofils, der Stromkosten, der Netzentgelte und der vorgesehenen Betriebsstrategie.

Der Platzbedarf richtet sich nach Speicherleistung, Kapazität, Bauform und technischer Ausstattung. Je nach Projekt kommen Outdoor-Schränke oder Containerlösungen infrage. Bei der Standortprüfung werden Aufstellfläche, Zufahrt, Kabelwege, Netzanschluss, Sicherheitsabstände und die Einbindung in die vorhandene Energieinfrastruktur berücksichtigt.

Für die erste Bewertung werden die Lastgangdaten eines vollständigen Jahres und eine aktuelle Stromrechnung benötigt. Hilfreich sind außerdem Angaben zum Netzanschluss, zu Produktions- und Abfüllzeiten, zu größeren elektrischen Verbrauchern sowie zu vorhandener oder geplanter Photovoltaik. Auch geplante Erweiterungen oder Veränderungen des Strombedarfs werden berücksichtigt.

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Zur Ersteinschätzung

Mit nur wenigen Angaben erhalten Sie eine klare Orientierung zum Thema Batteriespeicher in Ihrem Unternehmen.