Batteriespeicher für die Metallindustrie

Energieintensive Anlagen, thermische Prozesse und schwankende Produktionslasten prägen den Strombedarf vieler Metallbetriebe. Ein Batteriespeicher für die Metallindustrie senkt Stromkosten, ohne Produktionsabläufe oder Liefertermine zu beeinträchtigen.

Energieoptimierung in der Metallindustrie

Energiekosten in der Metallindustrie und wie Batteriespeicher sie senken

Ob Gießerei, Walzwerk, Härterei, Oberflächenbehandlung oder metallverarbeitender Betrieb: Produktionsanlagen und betriebliche Nebenverbraucher können einen hohen und stark schwankenden Strombedarf verursachen. Ein Batteriespeicher für die Metallindustrie begrenzt Lastspitzen, optimiert den Strombezug und kann vorhandene PV-Überschüsse zeitversetzt nutzbar machen.

Metallverarbeitung an einem industriellen Produktionsstandort

Gleichzeitig anlaufende Anlagen führen zu kostspieligen Lastspitzen

In der Metallindustrie können sich je nach Betriebsart die Lasten von Schmelz- und Härteöfen, Walzwerken, Pressen, Schweißtechnik oder weiteren Anlagen überlagern. Solche kurzfristigen Leistungsspitzen können den leistungsabhängigen Teil der Netzentgelte erhöhen.

Batteriespeicher begrenzt Leistungsspitzen im laufenden Metallbetrieb

Sobald der Leistungsbedarf kurzfristig steigt, stellt der Speicher zusätzliche Energie bereit. Der Netzbezug bleibt unter dem festgelegten Grenzwert, während die notwendigen Anlagen ohne Einschränkung weiterlaufen.

Fehlende Flexibilität des Strombezoges führt zu hohen Kosten

Anlagenbelegung, Prozessreihenfolge, Temperaturführung, Schichtmodelle und Liefertermine bestimmen, wann Strom benötigt wird. Typische Prozesse der Metallindustrie lassen sich häufig nicht kurzfristig an günstigere Marktphasen anpassen.

Batteriespeicher verschiebt den Strombezug in günstige Zeitfenster

Der Speicher lädt in wirtschaftlich günstigen Zeiträumen und stellt die Energie später für den Betrieb bereit. Maschinen, Fertigungsaufträge und Schichtpläne bleiben unverändert. Außerhalb kritischer Produktionszeiten kann freie Speicherkapazität zusätzlich wirtschaftlich eingesetzt werden.

Ausblick Energieflexibilität wird zum wichtigen Standortfaktor

Die Metallindustrie wird stärker auf ein dynamisches Stromsystem reagieren müssen

Der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie wird das Stromangebot im Tagesverlauf stärker verändern. Gleichzeitig dürften Preissignale, Anforderungen an die Netznutzung und die intelligente Steuerung industrieller Verbraucher an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die ihren Strombezug flexibel gestalten können, schaffen damit eine zusätzliche Voraussetzung für langfristig wettbewerbsfähige Energiekosten.

Batteriespeicher können diese Entwicklung unterstützen, indem sie kurzfristig verfügbare Flexibilität bereitstellen. Mit einer vorausschauenden Steuerung lässt sich die Speicherkapazität künftig situationsabhängig für den eigenen Standort, unterschiedliche Strommarktphasen und weitere energiewirtschaftliche Anwendungen einsetzen, während die Produktion weiterhin Vorrang hat.

Nur bei vorhandener PV-Anlage und nutzbarem Überschuss

PV-Strom vom Hallendach fällt nicht immer zum Bedarf der Fertigung an

Solarstrom von Produktions-, Lager- oder Verwaltungsdächern steht nicht automatisch dann zur Verfügung, wenn Anlagen und Nebenverbraucher die meiste Energie benötigen. Entstehen zeitweise PV-Überschüsse, werden diese eingespeist, während zu einem spätere Zeitpunkt erneut Strom aus dem Netz bezogen werden muss.

Batteriespeicher erhöht den PV-Eigenverbrauch am Metallstandort

Der Batteriespeicher nimmt nutzbare PV-Überschüsse auf und stellt die Energie zu einem späteren Zeitpunkt für Produktionsanlagen und betriebliche Nebenverbraucher bereit. Dadurch kann mehr eigener Solarstrom am Standort genutzt und der spätere Netzstrombezug reduziert werden.

Unser Ansatz

Erst verstehen, dann dimensionieren

01 Analyse

Lastprofil analysieren

Wir identifizieren Lastspitzen, zeitliche Verbrauchsmuster und wirtschaftlich nutzbare Flexibilität. Dadurch wird sichtbar, welche Hebel am Standort wirklich relevant sind.

02 Dimensionierung

Speicher wirtschaftlich auslegen

Leistung und Kapazität werden auf die tatsächlichen Potenziale abgestimmt. Entscheidend ist nicht der größtmögliche, sondern der wirtschaftlich passende Speicher.

03 Optimierung

Hebel intelligent kombinieren

Das Energiemanagement koordiniert die Anwendungen automatisch und priorisiert fortlaufend den jeweils wirtschaftlichsten Einsatz des Batteriespeichers.

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Modellbeispiele

Zwei Projektbeispiele direkt aus der Metallindustrie

Wie die vier Hebel im laufenden Betrieb zusammenwirken, zeigt sich am besten an konkreten Beispielen. Die beiden folgenden Projekte unterscheiden sich deutlich in Größe, Schichtmodell und Anlagenpark und damit auch darin, welcher Hebel den größten Beitrag leistet.

Projekt in der Metallindustrie (1/2)

3-Schicht-Metallverarbeiter

Anlagen: CNC-Fräsen, Härteanlagen, Induktionsöfen

Batteriespeicher-Container bei einem Metallverarbeiter
Ausgangslage

Ein Metallverarbeiter im 3-Schicht-Betrieb kämpfte mit hohen Netzentgelten. CNC-Fräsen, Härteanlagen und Induktionsöfen erzeugten extreme Lastspitzen, oft genau dann, wenn auch das Stromnetz am stärksten belastet war. Die jährliche Stromrechnung lag bei über 800.000 €. Ein Drittel davon entfiel allein auf Netzentgelte.

Lösung

Ein 2-MWh-Speicher überwacht das Netz in Echtzeit und erkennt die kritischen Hochlastzeitfenster des Netzbetreibers. In diesen Phasen übernimmt der Speicher einen Teil der Versorgung. Die Bezugslast sinkt und das Unternehmen qualifiziert sich für die atypische Netznutzung. Zusätzlich nimmt der Speicher PV-Überschüsse auf, die zuvor eingespeist wurden.

Eckdaten
~6 GWh
Strombezug/Jahr
1.000 kW / 2.000 kWh
Speicher
~2,5 MWp
PV-Anlage
Ergebnis
+14 Prozentpunkte
Eigenverbrauch
~2 Jahre
Amortisation
  • Automatische Erkennung der Hochlastzeitfenster des VNB. Der Speicher entlädt präventiv, bevor die kritischen Zeiträume beginnen.
  • PV-Überschussladung mit Priorisierung der Mittagsstunden maximiert die Eigenerzeugungsquote.
  • Lastprognose auf Basis von Schichtplänen und Produktionsaufträgen ermöglicht eine vorausschauende Bewirtschaftung.
  • Die integrierte Notstromfunktion sichert Härteöfen gegen Netzausfälle und vermeidet Ausschuss durch Prozessabbrüche.
Projekt in der Metallindustrie (2/2)

Lohnfertiger für Präzisionsteile

45 Mitarbeiter · Drehmaschinen, Fräszentren, Galvanik

Photovoltaikanlage bei einem mittelständischen Lohnfertiger
Ausgangslage

Die neue 400-kWp-PV-Anlage auf dem Hallendach war ein Anfang, aber der Eigenverbrauchsanteil war nicht zufriedenstellend. Mittags, wenn die Sonne am stärksten schien, liefen die Maschinen auf Sparflamme. Abends zur Spätschicht war der Solarstrom nicht mehr verfügbar. Lastspitzen bis 400 kW trieben zusätzlich die Netzentgelte.

Lösung

Ein kompakter 500-kWh-Speicher nimmt tagsüber überschüssige Solarenergie auf. Am Abend versorgt der Speicher die Spätschicht mit dem gespeicherten Strom. Gleichzeitig kappt das System Lastspitzen auf 190 kW und reduziert damit die ursprünglich gemessene Spitze erheblich.

Eckdaten
~900 MWh
Strombezug/Jahr
250 kW / 500 kWh
Speicher
400 kWp
PV-Anlage
Ergebnis
+26 Prozentpunkte
Eigenverbrauch
400 → 190 kW
Lastspitze
~4 Jahre
Amortisation
~230.000 €
Einsparung p.a.
  • Dual-Use-Strategie aus PV-Pufferung und Peak-Shaving in einem System.
  • Die Eigenverbrauchsquote der PV steigt von 58 % auf 84 %.
  • Die Lastprognose auf Basis der Auftragsplanung optimiert die Speicherzyklen vorausschauend.
  • Kompakte Outdoor-Containerlösung mit Installation an einem Wochenende.
FAQ

Häufige Fragen zu Batteriespeichern in der Metallindustrie

Antworten auf die wichtigsten Fragen von Werkleitern und Energieverantwortlichen zur technischen Einbindung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Der Batteriespeicher arbeitet netzparallel hinter dem Hauptzähler und optimiert den Strombezug. Produktionsanlagen und Maschinensteuerungen bleiben davon unberührt. Die genaue Einbindung wird vorab anhand des Standorts geplant.

Bei Betrieben mit registrierender Leistungsmessung kann die höchste gemessene Viertelstundenleistung den leistungsabhängigen Teil der Netzentgelte beeinflussen. Der Batteriespeicher stellt während geeigneter Lastspitzen zusätzliche Leistung bereit und begrenzt dadurch den Bezug aus dem Netz. Ob und in welchem Umfang Kosten sinken, hängt vom Lastgang und dem Netzentgeltmodell des Standorts ab.

Die Amortisationszeit hängt vom Lastprofil, den Stromkosten, den vorhandenen Lastspitzen, der Speichergröße und den kombinierbaren Anwendungen ab. Deshalb berechnet Voltvera die Wirtschaftlichkeit individuell anhand der Standortdaten. Eine Amortisationszeit von 2-4 ist für Metallbetriebe mit passendem Lastprofil realistisch.

Ja. Lastspitzenkappung, Strombezugsoptimierung und weitere Anwendungen können auch ohne eine vorhandene PV-Anlage wirtschaftliche Vorteile schaffen.

Der Platzbedarf hängt von Leistung, Speicherkapazität und gewähltem System ab. Im Rahmen der Standortprüfung werden Aufstellfläche, Anschlusswege, Sicherheitsabstände und die technische Einbindung geprüft.

Für eine belastbare Ersteinschätzung werden typischerweise die Lastgangdaten eines vollständigen Jahres und eine aktuelle Stromrechnung benötigt. Angaben zu vorhandener Photovoltaik und geplanten Verbrauchern verbessern die Analyse zusätzlich.

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Zur Ersteinschätzung

Mit nur wenigen Angaben erhalten Sie eine klare Orientierung zum Thema Batteriespeicher in Ihrem Unternehmen.