Batteriespeicher für die Papierindustrie

Papierfabriken haben aufgrund ihrer kontinuierlichen Produktionsprozesse einen hohen und weitgehend gleichmäßigen Strombedarf. Zusätzliche Netzbezugsspitzen können beim Wiederanfahren nach Stillständen, durch die zeitliche Überlagerung größerer Lasten oder bei einer eingeschränkten Eigenerzeugung entstehen. Ein Batteriespeicher stellt in diesen Situationen kurzfristig Leistung bereit und ermöglicht es zugleich, den Strombezug wirtschaftlich zu optimieren.

Energieoptimierung in der Papierindustrie

Energiekosten in der Papierindustrie und wie Batteriespeicher sie senken

Ob Verpackungspapiere und Karton, grafische Papiere, Hygienepapiere oder Spezialpapiere: Die Papierindustrie zählt zu den energieintensivsten Branchen. Produktionsprozesse unterscheiden sich je nach Werk und Produktspektrum, doch hohe Leistungsbedarfe und steigende Stromkosten gehören vielerorts zu den zentralen wirtschaftlichen Herausforderungen. Ein Batteriespeicher hilft, Lastspitzen zu reduzieren und den Strombezug gezielt zu optimieren.

Papiermaschine in einer Papierfabrik

Hohe Leistungsbedarfe treiben die Stromkosten

Kurzfristige Leistungsspitzen entstehen in Papierfabriken vor allem in zwei Situationen: beim Wiederanfahren nach Stillständen und im laufenden Betrieb, wenn sich Lasten etwa aus Stoffaufbereitung und Nebenanlagen überlagern. Genau diese Spitzen bestimmen häufig den leistungsabhängigen Teil der Stromkosten.

Batteriespeicher begrenzt Lastspitzen im laufenden Betrieb

Steigt der Leistungsbedarf kurzfristig an, stellt der Batteriespeicher zusätzliche Energie bereit. Dadurch wird die Lastspitze reduziert, während der Produktionsprozess unverändert weiterläuft.

Kontinuierliche Produktion begrenzt die Flexibilität

Viele Papiermaschinen sind für einen kontinuierlichen Betrieb ausgelegt. Die Produktion lässt sich deshalb häufig nicht einfach in günstigere Strompreiszeiten verschieben: Energie wird auch dann benötigt, wenn sie teuer ist.

Batteriespeicher optimiert den Strombezug

Der Speicher lädt in wirtschaftlich günstigen Marktphasen und stellt die Energie später für den Betrieb bereit. So lassen sich Stromkosten senken, ohne Sortenplanung, Schichtbetrieb oder Produktionsabläufe zu verändern.

Ausblick Energieflexibilität wird zum Wettbewerbsfaktor

Auch die Papierindustrie wird ihre Energieflexibilität künftig stärker nutzen müssen

Der Ausbau erneuerbarer Energien verändert das Stromsystem zunehmend: Preise und Stromangebot schwanken stärker im Tagesverlauf. Für Papierfabriken wird es deshalb immer wichtiger, Flexibilität im Energiesystem aufzubauen – und nicht nur im Produktionsprozess.

Batteriespeicher schaffen genau diese Flexibilität. Sie reduzieren Lastspitzen, optimieren den Strombezug und können, abhängig von Betriebsstrategie und Vermarktung, zusätzliche wirtschaftliche Potenziale für den Standort erschließen.

Nur bei vorhandener Eigenerzeugung, etwa Kraft-Wärme-Kopplung

Fällt die Eigenerzeugung aus, steigt der Netzbezug kurzfristig an

Viele Papierfabriken decken einen Teil ihres Strom- und Wärmebedarfs über eigene Erzeugungsanlagen. Bei einer Revision oder einem ungeplanten Ausfall muss dieser Anteil kurzfristig aus dem Netz bezogen werden – wodurch hohe Leistungsspitzen entstehen können.

Batteriespeicher stabilisiert den Netzbezug

In diesen Phasen übernimmt der Batteriespeicher einen Teil der elektrischen Last und begrenzt den zusätzlichen Netzbezug. So lassen sich Leistungsspitzen und deren Kosten wirksam reduzieren – bei geplanten Revisionen sogar gezielt vorbereitet.

Unser Ansatz

Erst verstehen, dann dimensionieren

01 Analyse

Lastprofil analysieren

Wir identifizieren Lastspitzen, zeitliche Verbrauchsmuster und wirtschaftlich nutzbare Flexibilität. Dadurch wird sichtbar, welche Hebel am Standort wirklich relevant sind.

02 Dimensionierung

Speicher wirtschaftlich auslegen

Leistung und Kapazität werden auf die tatsächlichen Potenziale abgestimmt. Entscheidend ist nicht der größtmögliche, sondern der wirtschaftlich passende Speicher.

03 Optimierung

Hebel intelligent kombinieren

Das Energiemanagement koordiniert die Anwendungen automatisch und priorisiert fortlaufend den jeweils wirtschaftlichsten Einsatz des Batteriespeichers.

Welches Potenzial bietet Ihr Standort?

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Modellbeispiel

So kann ein Batteriespeicher in einer Papierfabrik wirken

Das folgende Rechenbeispiel zeigt an einem typischen Werk, wie Spitzenkappung, das Abfangen kurzer Störungen der Eigenerzeugung und ein optimierter Strombezug zusammenwirken.

Modellbeispiel Papierindustrie

Papierfabrik mit eigener Kraft-Wärme-Kopplung

Verpackungspapier · Papiermaschine, Stoffaufbereitung, KWK-Anlage · 24/7-Betrieb
Papiermaschine in einer Papierfabrik für Verpackungspapier
Ausgangslage

Der Musterbetrieb produziert Verpackungspapier im 24/7-Betrieb und deckt einen Teil seines Strom- und Dampfbedarfs über eine eigene Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Im Normalbetrieb ist der Lastgang gleichmäßig. Die Jahreshöchstlast von rund 7,5 MW entsteht in kurzen Phasen: beim Wiederanfahren nach Stillständen und wenn die Eigenerzeugung kurzzeitig ausfällt, bis sie wieder am Netz ist.

Lösung

Ein Batteriespeicher mit 2.000 kW Leistung und 4.000 kWh Kapazität übernimmt in diesen Situationen einen Teil der Last und hält den Netzbezug unter der festgelegten Schwelle. Weil solche Spitzen meist nur Minuten dauern, reicht dafür eine kompakte Auslegung. In den übrigen Stunden verschiebt der Speicher den Stromeinkauf in günstige Zeitfenster.

Eckdaten
~45 GWh
Strombezug/Jahr
2.000 kW / 4.000 kWh
Speicher
24/7
Betrieb
Modelliertes Ergebnis
7,5 → 6,5 MW
Jahreshöchstlast
~195.000 €
Einsparung p.a.
unter 5 Jahre
Amortisation
  • ✓Spitzenkappung beim Wiederanfahren nach Stillständen und bei hoher Last in der Stoffaufbereitung.
  • ✓Abfangen kurzer Störungen der Kraft-Wärme-Kopplung, bis die Anlage wieder am Netz ist – ohne neue Jahreshöchstlast.
  • ✓Verschiebung des Stromeinkaufs in günstige Zeitfenster, wobei die Reserve für die Spitzenkappung jederzeit gesperrt bleibt.
  • ✓Kein Eingriff in Maschinensteuerung, Sortenplanung oder Produktionsgeschwindigkeit.
FAQ

Häufige Fragen zu Batteriespeichern in der Papierindustrie

Antworten auf die wichtigsten Fragen von Werkleitern und Energieverantwortlichen zur technischen Einbindung, zur Eigenerzeugung und zur Amortisation.

⚡
Besteht das Risiko von Produktionsunterbrechungen an der Papiermaschine?
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Nein. Der Batteriespeicher arbeitet netzparallel hinter dem Hauptzähler und regelt ausschließlich die Bezugsleistung aus dem öffentlichen Netz. Maschinensteuerung, Maschinengeschwindigkeit und Sortenplanung werden nicht beeinflusst.

📈
Warum reicht in einer Papierfabrik eine einzige Spitze für hohe Jahreskosten?
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Ab 100.000 kWh Jahresverbrauch bemisst sich der Leistungspreis am höchsten 15-Minuten-Mittelwert des Jahres. Fährt die Maschine nach einem Stillstand wieder an oder fällt die Eigenerzeugung aus, kann eine einzige Viertelstunde die Netzentgelte für zwölf Monate festlegen.

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Lohnt sich ein Speicher, wenn wir eine eigene KWK-Anlage betreiben?
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Häufig gerade dann. Solange die Kraft-Wärme-Kopplung läuft, ist der Netzbezug niedrig. Fällt sie aus oder geht in Revision, springt er plötzlich nach oben. Der Speicher überbrückt diese Phasen und verhindert, dass dabei eine neue Jahreshöchstlast entsteht.

💰
In welchem Zeitraum amortisiert sich ein Speicher in der Papierindustrie?
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Durch die Kombination aus Spitzenkappung, optimiertem Stromeinkauf und der Nutzung der atypischen Netznutzung amortisieren sich Anlagen häufig innerhalb von drei bis fünf Jahren. Maßgeblich ist, wie stark Anfahrvorgänge und Ausfälle der Eigenerzeugung die Höchstlast treiben.

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Lohnt sich die Anschaffung auch ohne eigene Photovoltaikanlage?
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Ja. In Papierfabriken übersteigt der Verbrauch die Erzeugung einer Dachanlage in der Regel deutlich, der wirtschaftliche Schwerpunkt liegt daher auf Leistungspreis und Strombezug. Eine vorhandene PV-Anlage erhöht den Nutzen zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung.

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Wie viel Platz wird benötigt und wie läuft die Installation ab?
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Batteriespeicher sind kompakt und werden je nach Größe als Outdoor-Schrank oder Container geliefert. Den passenden Standort auf dem Werksgelände legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, möglichst nah am Netzanschluss, um die Kabelwege kurz zu halten. Die Einbindung ist in vielen Fällen ohne Produktionsunterbrechung möglich. Ist doch eine kurze Freischaltung nötig, planen wir sie in ein ohnehin vorgesehenes Wartungsfenster ein. Planung, Lieferung und Inbetriebnahme übernehmen wir, sodass für Sie nur wenig Aufwand entsteht.

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Welche Daten benötigt Voltvera für eine Standortanalyse?
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Wir benötigen den 15-Minuten-Lastgang der letzten zwölf Monate und eine aktuelle Stromrechnung. Hilfreich sind zusätzlich Angaben zur Eigenerzeugung sowie zu geplanten Stillständen und Revisionen.

VoltVera CTA - Elegant Chevron

Zur Ersteinschätzung

Mit nur wenigen Angaben erhalten Sie eine klare Orientierung zum Thema Batteriespeicher in Ihrem Unternehmen.